Sie geht zum Bücherschrank und zieht ein Fotoalbum heraus, das sie mit Sabrina durchblättert. Ihre Mutter zeigt auf ein Familienfoto, auf dem dem David auf Vaters Schultern sitzt, eine lustige Grimasse zieht und Sabrina herzlich anlacht. ‚Dieses Foto zeigst du Anna und erzählst ihr etwas über deinen Bruder; welche Späße er macht, was er schon alles kann und wie er manchmal nerven kann‘, schlägt Mutter vor. Sabrina kratzt sich am Kopf: ‚Das ist eigentlich eine gute Idee, dann ist Anna schon auf David vorbereitet. Das werde ich machen‘. Arm in Arm gehen beide zurück zum Mittagessen.

 

Sabrina hat einen kleinen großen Bruder. Sie weint, da sie so ungerecht behandelt wird. Sie muss immer alles tun, ihr Bruder gar nichts. Aber wenn David etwas falsch macht, ist Sabrina immer schuld. Scheinbar haben alle David viel lieber und Sabrina glaubt, dass niemand sie mag. Dabei hat Sabrina ihren Bruder sehr lieb. Manchmal wünschte sie sogar, dass sie zaubern könnte, dann würde sie die Behinderung ihres Bruders wegzaubern und hätte dann so einen Bruder, wie ihn alle ihre Freundinnen haben.

Eine Geschichte über Behinderung, Geschwisterliebe und dem Gefühl, ungerecht behandelt zu werden. In 24 Folgen, jeden Tag im Adventkalender „Mein kleiner großer Bruder“.

Vom 1.12 bis 24.12. finden Sie jeden Tag auf meiner Homepage eine weitere Folge.

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