Es gab Menschen, die sahen Wahid komisch an, wenn er auf der Straße spazieren ging. Und manche blickten angestrengt an ihm vorbei. Dabei sah er nicht anders aus als andere, fand Wahid. Er hatte zwei Augen, zwei Ohren, eine Nase und einen Mund wie jeder Mensch. Auch heute war er wie immer – nur vielleicht ein bisschen trauriger als sonst. Dieses Gefühl kannte Wahid: Es kam vom Alleinsein. Er hatte hier nämlich niemanden: keine Eltern, keine Geschwister, keine Tante, keinen Onkel, nicht einmal einen Cousin oder eine Cousine. Die waren alle daheim in Afghanistan. Nur er war hier.

Verlag: Bibliothek der Provinz

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