Zu Teil 34

Das erzählte ich später meinen Schulkolleginnen. Zwei Mädchen waren ganz neidisch. Ich bot ihnen meinen Rollstuhl an und Sonja setzte sich wirklich hinein. Ihre Freundin Michaela schob sie. Eine viertel Stunde später kam Michaela weinend zurück: „Es ist so schrecklich. Ihr müsst uns helfen. Die Leute sind so freundlich und hilfsbereit. Sonja hält es nicht …

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Im Boden versunken. Teil 33

2010.08.26-21:27:00 Katharina kam mich letztens im Parlament besuchen. Sie saß auf der Besuchergalerie und beobachtete das Geschehen. Ich fragte sie dann, wie es ihr gefallen hat. Sie sagt enttäuscht: „Papa, du hast ja gar nicht geredet“. Dann beugte sie sich zu mir und flüsterte mir ins Ohr: „Aber dafür habe ich gesehen, wie du heimlich …

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Im Boden versunken. Teil 31

Ein Glas Wein zum Trost. Als ich Judit kennen lernte, arbeitete sie ehrenamtlich für die Caritas und kannte alle Obdachlosen in Wien. Bei einem unserer ersten Spaziergänge, stellte sie mir Sepp am Schwedenplatz vor. Er mit zerrissenen Kleidern, betrunken und schmutzig, sah mich im Rollstuhl und meinte: „Mein Gott, ist der arm“. Er schenkte mir …

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Im Boden versunken. Teil 34

Zum Schluss noch eine Geschichte aus der Schulzeit. Wir waren als Schulklasse unterwegs in Rom und besichtigten den Vatikan. Im Petersdom gab es einen Lift, der zu einer tollen Aussichtsplattform führte. Ich wollte natürlich hinauf. Vor dem Lift stand eine lange Menschenschlange. Doch als mich die Wächter sahen, einen armen jungen Rollstuhlfahrer, schoben sie die …

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Im Boden versunken. Teil 29

Oft ist es doch wichtig etwas zu sehen. Ich lebe im ständigen Nebel und muss oft raten, wer mir gegenüber steht, mit wem ich rede und wer da gerade durch den Raum geht. Oft erkenne ich die Leute an der Gestalt, an der Art, wie sie sich bewegen und natürlich an der Stimme. Aber letztendlich …

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Im Boden versunken. Teil 30

Die Unterhosen-Story muss noch erzählt werden. Ich war Junggeselle und hatte eine Haushaltshilfe, die mir die Wäsche machte. Einmal versuchte ich es selbst. Ich habe noch heute die Stimme der Haushaltshilfe schrillend im Ohr, als sie mit meiner Unterhose durch die Wohnung lief und rief: „Und eines sag ich ihnen gleich, die ist nicht sauber!“

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Im Boden versunken. Teil 28

Da war noch die neue Assistentin, die mit uns den ersten Familienausflug in die Kirche gemacht hat. Der Weg in die Kirche war sehr breit, aber sie fuhr schlangenförmig nach vorne. Da gab es wirklich eine Herausforderung: Man musste meinen Rollstuhl zwischen einem anderen Rollstuhl und einem Kinderwagen einparken. Sie probierte es einmal, zog einen …

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Elias gibt Gas

Jetzt in Vorarlberg waren wir bei Freunden in einer großen modernisierten Stall zu Gast. Es gab viel Platz und Elias nahm die Gelegenheit wahr, kletterte auf meinen Rollstuhl und drückte zuerst zaghaft, dann immer selbstbewusster auf den Joystick. Der Rollstuhl bewegte sich und Elias freute sich. Er stand auf den Fußpedalen und wir fuhren durch …

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Berührende Szene

Durch meinen Rollstuhl und das Beatmungsgerät und den Schläuchen bin ich doch recht unnahbar geworden. Es ist nicht so einfach, mich zu umarmen. Vergangenen Samstag hat sich Elias zu mir auf den Rollstuhl gestellt. Er liebt diesen Platz: gute Aussicht, Knöpfe zum spielen und die Nähe zum Papa. Ich kann den Daumen der linken Hand …

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