Frühjahr 2016. Äthiopien stand vor der schlimmsten Hungerkatastrophe seit 30 Jahren. 10 Millionen Menschen würden laut UN-Schätzung von der Dürrekatastrophe betroffen sein. Es war davon auszugehen, dass sich die Situation in den kommenden Monaten noch weiter verschlimmert und noch mehr Menschen betroffen sein werden. Der Grund dafür ist die viel zu schwache zweite Regenzeit. Ich war in Äthiopien und mir liegt dieses Land sehr am Herzen. Was also tun?

 

Ein Telefonat mit dem Obmann des katholischen Familienverbandes – Alfred Trendl – gab mir den Anstoß, dass es eine Bewusstseinskampagne sein soll, die mit Kaffee im Zusammenhang steht. Er sagte: „Äthiopien ist das große Exportland an hochwertigem Kaffee. Diese Kaffeebohnen sind in nahezu jedem Kaffee, der uns täglich stärkt und Energie gibt, enthalten. Jetzt ist es Zeit, Äthiopien etwas davon zurückzugeben“.

 

Ich überlegte hin und her und hatte dann die Idee für die Social-Media-Kampagne „Coffee Break – Break Hunger“ in Äthiopien. Die Herausforderung ist, mit einer Tasse Kaffee am Kopf ein Selfie zu machen, einen Betrag an eine Organisation zu spenden, welche Nothilfe in Äthiopien leistet und weitere 3 Menschen zu nominieren, die es einem gleichtun sollen. Mit diesem Zeichen soll auf die Hungerkrise in Äthiopien aufmerksam gemacht und der einzelne seine aktive Hilfe auf humorvolle Art darstellen können.

 

Gesagt, getan. Ich stellte mir eine gefüllte Kaffeetasse auf den Kopf und meine Assistentin machte das erste „Selfie“. Viele taten es mir gleich. So wurde Bewusstsein geschaffen und auch Geld gespendet! Heute hat Äthiopien die schlimmste Zeit der Hungerkatastrophe zum Glück überwunden.

 

Unvergessen war eine Aktion aller meiner Assistentinnen am Diversity-Ball. Vor dem Tänzchen gab es eine Kaffeetassen-Aktion, die viel Aufmerksamkeit erregte. Zum Glück, kippte kein Kaffeebecher vom Kopf, sonst wäre der Ballabend wohl ziemlich versaut gewesen 🙂

 

Der Höhepunkt war, als der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon im österreichischen Parlament war und ich ihn zum Mitmachen bei Coffee Break überzeugen konnte. Eine sehr stilvolle Teilnahme, mit Hilfe eine Assistenten, der sich sichtlich über die Aktion amüsierte.

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