Wer tagtäglich mit den Rollstuhl öffentlich unterwegs ist, erlebt so einiges. Auch schöne Erlebnisse. Als ich vor einigen Wochen wieder mal spätabends mit der Ubahn nach Hause fahren wollte, kam ein alter Zug nach dem anderen. Ich konnte nicht einsteigen, da es bei den alten Wagonen keine Rampe gibt und ich mit dem Elektrorollstuhl den Spalt zwischen Bahnsteig und Wagon und den Höhenunterschied nicht überwinden kann. Bereits vier alte Züge waren an mir und der Assistentin vorbei gefahren. Der nächste Zug fuhr ein, es war wieder kein neue Garnitur. Ich tauschte mit der Assistentin verzweifelte Blicke aus. Das musste der Zugführer gesehen haben, denn er stieg aus und bot uns an, beim Einsteigen zu helfen, denn die nächsten nachkommenden Zuge waren wieder alte Garnituren.

 

Er wusste nicht, was er da anbat, denn mein Elektrorollstuhl ist mit 100kg und meiner Person wirklich schwer. Stöhnend und ächzend hob er die Hinterräder in die Ubahn und lächelte dabei sogar. Auch beim Aussteigen war er zur Stelle! Es war nicht sein Job, aber seine Offenheit. DANKE!

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