„Ich bin O.K.“ ist eine ausgezeichnete inklusive Tanzgruppe. Jede Aufführung ist ein Erlebnis und man merkt die Freude, den Spaß, aber auch die kompetente Choreografie. Jetzt gibt es ein Buch zur Tanzgruppe mit eindrucksvollen Fotos aus Aufführungen.

„Als Kind wollte ich heimlich Tänzerin werden, aber das durfte ich nicht. Meinem italienischen Vater war es zu unmoralisch, auf der Bühne zu stehen, seinen Körper zu zeigen, das Ganze vielleicht auch noch voller Leidenschaft. Weil ich eine brave Tochter war, studierte ich stattdessen Medizin, nur: Als ich das erste Mal Blut sah, wurde ich ohnmächtig, da wusste ich, dass ich wohl doch besser etwas anderes mache. Darum habe ich Pädagogik und Psychologie studiert. Bei meinem ersten Praktikum im Spital brachte eine Frau ein Kind zur Welt. Von 1000 Neugeborenen haben durchschnittlich zwei das Down-Syndrom. Eines davon wurde genau in dieser Nacht geboren. Und mir wurde die Aufgabe übertragen, die junge Mutter zu fragen, ob sie ihr Kind mit nach Hause nehmen will. Sie wollte es nicht. Nach dieser Nacht konnte ich nicht mehr aufhören, mich selbst zu fragen, was ich in so einer Situation wohl getan hätte.“ Was Katalin Zanin tat? Sie wurde zur Fürsprecherin und gab Menschen, die ihre Bedürfnisse nicht selbst kommunizieren konnten, eine Stimme. Und so gründete sie den Verein „Ich bin O.K.“

Hier nähere Infos zum Buch: https://ichbinok.at

Foto: ichbinok.at

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