Da war noch die unvergessliche Busfahrt, spätabends im Winter am Weg vom Parlament nach Hause. Ich wartete mit meiner Assistentin Uli an der eiskalten Bushaltestelle. Endlich kam der Bus. Uli bat den Busfahrer, die Rampe mechanisch auszuklappen. Er blieb sitzen und meinte: „Tu ich nicht. Das ist nicht mein Job.“ Er wollte gleich weiterfahren.

 

Doch Uli blieb in der Tür stehen, sie konnte nicht geschlossen werden und so hinderte sie den Bus an der Abfahrt. Alles argumentieren half nichts, der Busfahrer blieb stur sitzen. Das schöne war, die anderen Fahrgäste solidarisierten sich mit Uli und mir. Viele redeten auf den Busfahrer ein und einer rief sogar die Polizei. Der Busfahrer rührte sich jedoch nicht vom Fleck und meldete eine Störung in die Zentrale. Alle Fahrgäste mussten in die Kälte aussteigen. Mir war das furchtbar peinlich.

 

Am nächsten Tag gab es auf Facebook eine ganze Reihe von bösen Kommentaren an die Wiener Linien von den Fahrgästen. Sie beschwerten sich nicht, dass sie in die Kälte aussteigen mussten, sondern dass der Busfahrer seine Hilfe für den Rollstuhlfahrer verweigert hatte. Das freute mich. Die Wiener Linien entschuldigten sich und der Busfahrer wurde nachgeschult.

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