Donnerstag in der Früh kam meine Hausärztin zur Blutabnahme. Zum
Glück war ich noch so verschlafen, dass ich den gekonnten Nadelstich kaum
wahrnahm. Hier sei angefügt, dass es keine schlechten Adern gibt sondern nur schlechte Ärzte. Ich war schon oft im Krankenhaus und wurde von Ärzten gequält und zerstochen. Sie jammerten immer über meine schlechten Adern. Ich vermute, dass dies ein Teil der Ärzteausbildung ist, von seinem Nichtkönnen abzulenken und gleich auf das schlechte menschliche Matrial zu verweisen. Das es anders geht, hat meine Hausärztin schon öfters bewiesen. Dafür schätze ich sie!

Nach der Blutabnahme erzählte sie mir eine Anekdote vom Vortag: Ein
Patient kam zu ihr, da er klopfende Geräusche hörte. Der Verdacht einer
psychischen Überbelastung, wie es bei Tinitus oft der Fall ist, lag nahe. Aber
die Ärztin nahm ihr Vergrößerungsrohr und blickte in das Ohr des Patienten. Sie traute ihren Augen kaum, am Trommelfell spazierte ein kleiner Käfer herum. Durch die Vergrößerung sah er wie ein großes Ungetüm mit Scheren und Fühlern aus. Ich musste so lachen, dass ich gleich munter war.

Nachsatz: Natürlich wurde der Käfer entfernt.

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