Danke für eure heutige Demo. Es ist wichtig, dass SelbstvertreterInnen sagen, was sie wollen und was sie brauchen. Ich konnte leider nicht kommen. Aber ich unterstütze euer Anliegen nach leicht verständlichen Informationen und Nachrichten, Inklusion in der Bildung und der Arbeit, mehr Unterstützung und Beratung. Auch wenn kein Politiker dabei war, eure Anliegen wurden gehört.

 

Hier meine Antworten zu euren Fragen:

 

Liebe SelbstvertreterInnen!
Es freut mich sehr, dass ihr heute hergekommen seid.
Es ist wichtig, dass ihr eure Anliegen allen sagt.
Ihr habt mir folgende Fragen gestellt:
1. Was wünschen Sie sich für Menschen mit Lernschwierigkeiten in Österreich?
Menschen mit Lernschwierigkeiten müssen selbst sagen können, was sie wollen.
Ihr wisst selbst am besten, was ihr braucht.
Als Abgeordneter habe ich oft mit SelbstvertreterInnen geredet und ihnen zugehört.
Vor allem ist es wichtig, dass ihr in der Politik gehört werdet.
PolitikerInnen im Parlament müssen euch zuhören. 
Ich finde es wichtig, dass es wieder Workshops für Menschen mit Lernschwierigkeiten in der Demokratiewerkstatt im Parlament gibt. 
Dadurch könnt ihr mit anderen PolitikerInnen ins Gespräch kommen. 
 
Nachrichten müssen in einfacher Sprache geschrieben sein. 
Ich habe dazu auch die inklusive Lehrredaktion beim Kurier geschaffen. 
Dort schreiben Menschen mit Lernschwierigkeiten selbst Nachrichten in leicht verständlicher Sprache. 
 
Es ist wichtig, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten außerhalb von Werkstätten arbeiten können. Die Leute müssen erkennen, was Menschen mit Lernschwierigkeiten alles können. 
Wir brauchen viele neue Ideen, um Arbeitsplätze zu schaffen. 
 
In Kindergarten und Schule ist es wichtig, dass Kinder mit Lernschwierigkeiten mit nicht behinderten Kindern gemeinsam in eine Klasse gehen können. 
Die Inklusion steht auch in der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. 
Dazu gibt es Modellregionen. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass alle Möglichkeiten eines gemeinsamen Unterrichts haben.
Es ist wichtig, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten ein selbstbestimmtes Leben in Mitten der Gesellschaft führen können. Deshalb muss es die Möglichkeit geben, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten von ihrem Elternhaus ausziehen können. Sie sollen alleine oder assistiert in Wohngemeinschaften leben können. 
2. Wie möchten Sie in Zukunft mit uns reden und unsere Meinung einholen?
Wie ihr wahrscheinlich gehört habt, verabschiede ich mich aus dem Parlament. 
Ich war 15 Jahre lang Sprecher für Menschen mit Behinderungen und das ist eine sehr lange Zeit. 
Jetzt ist es für an der Zeit neue Wege zu gehen. 
Ich möchte mich aber bei euch allen ganz herzlich bedanken. 
Es hat mir Freude bereitet mit euch zu reden, euch zuzuhören und für eure Anliegen zu kämpfen. 
 
Natürlich bin ich nicht aus der Welt. 
Wenn ihr etwas braucht, meldet euch. 
Schreibt mir zum Beispiel ein E-Mail. 
 
Ich habe den Nachrichtenkanal news.rechtleicht.at geschaffen und der wird auch weiter bestehen. 
Im Internet oder über eine Handyapp könnt ihr regelmäßig wichtige Nachrichten in leicht verständlicher Sprache lesen. 
 
Und es wird auch den Literaturpreis Ohrenschmaus weiter geben. 
Vielleicht wollt ihr einen Text schreiben. Oder ihr kommt zur nächsten Preisverleihung: am 4. Dezember um 18 Uhr in der Ovalhalle im Museumsquartier. Es gibt keinen Eintrittspreis. Dafür tolle Texte und AutorInnen! 
 
Ich bin natürlich auch dort. 
 
Im ÖVP Klub wird mir Kira Grünberg nachfolgen. Sie ist die neue ÖVP Sprecherin für Menschen mit Behinderung. Sie ist eine mutige und fleißige Frau im Rollstuhl. Ich bin sicher, dass sie sich für eure Anliegen einsetzen wird. 
 

3. Wie möchten Sie die Forderungen von Menschen mit Lernschwierigkeiten umsetzen?

Ihr fordert heute vor allem mehr Beratungszentren. Dieses Anliegen unterstütze ich voll und ganz.
Es ist wichtig, dass ihr gut beraten werdet. Ihr sollte eure Anliegen selbst vertreten können.
Im ÖVP Klub wird mir Kira Grünberg nachfolgen. Sie ist die neue ÖVP Sprecherin für Menschen mit Behinderung. Sie ist eine mutige und fleißige Frau im Rollstuhl. Ich bin sicher, dass sie eine starke Stimme für eure Anliegen wird. 
 
Ich wünsche euch alles Gute und freue mich auf ein persönliches Wiedersehen.

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