Wenn ich im Parlament abstimme, muss mir die Assistentin den Arm heben. Dabei passierten schon einige Pannen:

Einmal weigerte sich die Assistentin meinen Arm zu heben und verwickelte mich in eine politische Diskussion über Klimaschutz, wo ich doch mit den Grünen mitstimmen müsste. Bis ich ihr erklärte, dass es einen eigenen Entschließungsantrag der ÖVP mit ähnlichen und sogar besseren Ansätzen gibt, wo ich zustimmen wollte, war die Abstimmung bereits vorüber.

In Ausschüssen ist es schon zweimal passiert, das neue Assistentinnen nicht meinen Arm hochhoben sondern selbst mitstimmten. Darunter auch einen Assistentin mit vietnamesischer Abstammung. Das war wohl ganz etwas neues für das österreichische Parlament.

Während einer Plenarsitzung kam ein Klubsekretär zu mir mit einem Leserbrief an eine Zeitung. Alle ÖVP Abgeordneten hatten bereits unterschrieben, es fehlte nur noch meine Unterschrift. Er fragte verlegen, ob das eh ginge. Die Assistentin nickte und meinte, „kein Problem“. Sie nahm meinen Stift und wollte probieren ob er ohnehin schreibt. Der Klubsekretär hielt ihr den Leserbrief zur Unterschrift hin, sie kritzelte mitten unter den Unterschriften ein paar zackige Linien hin. Der Klubsekretär erstarrte. War das meine Unterschrift? Dann steckte sie mir den Stift in den Mund und ich unterschrieb den Leserbrief, wie ich es immer tue. Der Leserbrief hatte eine Unterschrift mehr als es Abgeordnete der ÖVP im Nationalrat gab.

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