Unser erstes Kind war Katharina. Sie änderte unser ganzes Leben. Es gibt so viele schöne Erlebnisse, die sie mir bis jetzt geschenkt hat. Gemeinsam im Millstättersee schwimmen, sie mit Schwimmreifen, ich mit Schwimmflügel oder unsere Spazierfahrten, Katharina hat ihren Stammplatz auf meinem Rollstuhlpedal. Unvergesslich ist auch wie Katharina mich, um das Wohl ihres Vaters besorgt, fütterte und fütterte und fütterte…

 

Im Freak-Vatertagebuch schrieb ich:

Überhaupt liebt Katharina ihren Vater. Unvergessen bleibt jener Nachmittag im Sommer unter dem Nussbaum, wo ich auf einer Liege lag und mich vom Schwimmen erholte. Plötzlich tauchte Katharina vor mir auf und ehe ich mich versah, hatte ich schon ein großes Stück Pfirsich im Mund. Köstlich, dachte ich, wie nett, so von seiner Tochter verwöhnt zu werden. Noch ehe ich den Gedanken zu Ende brachte, hatte ich schon weiters ein Stück Zwetschke und gleich darauf wieder ein Stück Apfel im

Mund. Ich kam kaum mit dem Kauen und Schlucken nach, Katharina drückt mir schon wieder einen Pfirsich in den Mund. Ich musste lachen und würgte ein „Nein“ heraus. Aber Katharina war so beseelt von dem Gedanken, ihren Vater nicht hungern zu lassen.

Katharina sitzt gerne auf meinem Schoß und gibt mir zu essen. Gibt es etwas sehr gutes wie Brot mit Speck, wird nach ihrer Ansicht fair geteilt: Sie isst den Speck, Papa bekommt das Brot.

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