Katharina ging diese Woche routinemäßig zu einer Arztuntersuchung. Die Ärztin fragte sie, was sie sich wünschen würde, wenn sie drei Wünsche frei hätte.
Der erste Wunsch von Katharina war nicht, dass ihr Vater gehen kann, sondern war: „Ich wünsche mir eine Rechenaufgabe, weil ich so gerne rechne“. Ihr zweiter Wunsch lautete: „Meine Schulkollegin Nicole soll besser lesen können“. Einen Wunsch hatte sie noch frei und dieser lautete: „Mein Schulkollege Bernd soll besser sprechen können“.
Zur Erklärung: Nicole und Bernd sind SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Keine Schokolade! Kein Wunsch nach nächtelangem Aufbleiben und Fernsehen oder einem neuen Nintendospiel. Ob Katharina ihre Wünsche nach den Vorstellungen ihrer Eltern ausgesprochen hat? Jedenfalls hat sie sich auch nicht gewünscht, dass ihr Papa wieder gehen kann. Und das ist schön so.

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