Mund- und Fußmaler: Gestern war eine interessante Veranstaltung in der Hofburg, der internationale Verein der Mund- und Fußmaler feierte sein 50-jähriges Jubiläum. Es gibt weltweit 728 Mitglieder und über 40 Druckereien, welche die Malereien zum Beispiel als Postkarten drucken. Das Sekretariat befindet sich in Liechtenstein. Offenbar fördert dort die Politik besonders die außergewöhnlichen Maler. In der Pause wurde ich gleich darauf angesprochen, wer ich denn sei, ein neues Mitglied der Mund- und Fußmaler? Immerhin kann ich auch meine Hände nicht bewegen. Das Malen mit den Füßen fällt aufgrund der Lähmung sowieso weg. Nein, malen kann ich nicht, nur schreiben. Aber vielleicht, so eröffnete ich die Möglichkeit gegenüber meiner Frau, ist es vielleicht ein Pensionsvorhaben.

Katharina probiert das Malen mit dem Mund aus: Ich habe garantiert noch nie zu Hause etwas mit dem Mund gemalt. Ich unterschreibe lediglich Papiere mit dem Mund. Das dürfte Katharina mit Interesse gesehen haben, jedenfalls probierte sie heute auch eine Malerei oder Unterschrift – so genau weiß man das nicht – mit ihrem Mund aus. Sie ist eben wirklich meine Tochter. Was wird sie als nächstes unternehmen? Ihre Gehfaulheit ist ja in der Familie bekannt. Vielleicht schnappt sie sich eines Tages einen Rollstuhl?

Lieber Gott, baba und tschüs: Jeden Abend betet Judit mit ihr Vater Unser oder etwas anderes. Am Ende fragt sie immer: „Möchtest du noch etwas dem lieben Gott ausrichten?“ Katharina zögerte nicht und sagte heute: „Bitte lieber Gott, mach den Papa stark, damit er kein Röhrl mehr im Hals braucht“. Das war ihr Wunsch, den sie mit den Worten beendete: „Baba und tschüs, lieber Gott“.

Letzten Freitag war Plenum und ich brachte mit der SPÖ einen gemeinsamen Antrag zur Weiterführung der schulischen Integration ein. Der Antrag kann unter Politik, Presseaussendungen, eingesehen werden. Die Weiterführung ist eine notwendige Weiterentwicklung nach den Erfahrungen mit der integrativen Berufsausbildung. Jetzt müssen wir gemeinsam auf einen raschen Gesetzesvorschlag seitens der Ministerin drängen. Dies wäre ein Meilenstein in der schulischen Integration.

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