Mit einem ganzen halben Jahr habe ich begonnen und damit möchte ich auch enden. Vor uns liegt eine Enquetekommission, die im nächsten Halbjahr in mehreren Veranstaltungen den Themenbereich „Leben bis zuletzt“ behandeln wird. ExpertInnen und PolitikerInnen werden über ein Lebensende in Würde diskutieren und beraten. Mir ist es wichtig, dass diese Diskussionen mit behinderten Menschen geführt wird. In der Behindertenbewegung heißt es: Nichts über uns ohne uns! Und ich hoffe, dass dieses halbe Jahr nicht wie das Buch am Totenbett endet sondern positiv mit dem Leben. Es geht um ein Leben in Würde bis zuletzt!

 

Sterbehilfefälle in Belgien oder den Niederlanden haben auch in Österreich die Diskussion über aktive Sterbehilfe entfacht. Bei uns ist das Ende des Lebens leider ein Tabuthema. Aber es geht uns alle an, wie wir unsere letzten Tage verbringen.Am 2. Juli 2014 wurde im Parlament die Enquete-Kommission zum Thema „Würde am Ende des Lebens“ konstituiert. Abgeordnete und ExpertInnen werden sich in öffentlichen Sitzungen zu den Themenkreisen Hospiz- und Palliativversorgung, Patientenverfügung, sowie zur Frage, ob das Verbot der Tötung auf Verlangen verfassungsrechtlich abgesichert werden soll oder nicht, beraten.

Um die Diskussion auf eine möglichst breite Basis zu stellen, sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, ihre Anliegen auch via Mail bis 15. September 2014 an das Parlament zu richten: wuerdevoll.leben@parlament.gv.at