Heute vor zehn Jahren erwachte ich aus meinem künstlichen Tiefschlaf. Es war eine schlimme Zeit. Mein Leben hing an einem Beatmungsgerät. Ich wagte es nicht die Augen zu schließen, da ich Angst hatte zu ersticken. Ich hörte der Maschine zu und schrieb folgendes Gedicht:

 

Die Maschine

 

Leise schnurrt sie neben mir.

Ich atme, sie heult auf.

Ich atme aus, sie schnurrt friedlich.

Ich spreche, sie heult und zischt.

Ich rede schneller, ihr Heulen überschlägt sich.

Ich schreie, sie schreit schrill piepsend mit.

Ich halte den Atem an. Sie stößt Luft in mich hinein.

Ich beruhige mich.

Leise schnurrt sie vor sich hin.

Sie lebt durch mich und ich lebe durch sie.

 

Über meine Zeit danach schrieb ich im Buch „Mit Mut zu Glück“ :https://www.youtube.com/watch?v=NDah2EuLmxM

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