Im April bin ich das erste Mal wieder mit meinem Elektrorollstuhl und dem Beatmungsgerät öffentlich in Wien unterwegs gewesen. Lange Zeit habe ich das nicht gewagt. Immerhin kann durch die vielen Leute der Beatmungsschlauch heruntergerissen werden, fürchtete ich. Oder was, wenn während einer schütteligen Fahrt die Atemkanüle abgesaugt werden muss. Ist jedenfalls eine Herausforderung für die Assistentin und ein klein wenig auch für mich 🙂

Aber: High risk, big fun! Ich war in den letzten Wochen öfters mit der U-Bahnen U3 und U4 und mit der Straßenbahn unterwegs. Es geht sehr gut, wenn auch nicht unbedingt in der Rushhour. So habe ich mir jetzt eine Jahreskarte der Wiener Linien zugelegt.

Ein Problem gibt es allerdings: Ich kann nur einen neuen U-Bahnzug benutzen, in die alten Züge komme ich mit dem Elektrorollstuhl nicht hinein. So bin ich schon mehrfach am Westbahnhof gestanden und habe bis zu acht alte Zuggarnituren abwarten müssen, bis endlich eine neue, barrierefreie kam. Das muss sich ändern! Es kann doch kein Problem sein, wenn man die Züge abwechselnd einsetzt oder darauf achtet, dass zumindest jeder dritte Zug barrierefrei ist. Jetzt habe ich einmal ein Mail an den Kundendienst der Wiener Linien geschickt, mal sehen, was die Rückmeldung ist. Ich werd in diesem Blog darüber berichten.