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Durch die LehrerInnenausbildung neu ist es behinderten StudentInnen jetzt möglich, die pädagogischen Hochschulen zu besuchen. Eine langjährige Forderung von mir wird damit umgesetzt. Im LehrerInnendienstrecht, das jetzt verhandelt wird, müssen aber Rahmenbedingungen für die Möglichkeit von Anstellungen geschaffen werden. Es gibt viele offene Fragen, die Hindernisgründe für Anstellungen sind. Etwa die Aufsichtspflicht, die ein Lehrer im Rollstuhl oder eine blinde Lehrerin nur eingeschränkt erfüllen kann. Oder, dass eine gehörloser Lehrer gehörlose Kinder in der Gebärdensprache unterrichten kann. Auch wird als Hindernisgrund immer wieder angeführt, dass ein Lehrer im Rollstuhl keinen Sportunterricht durchführen kann und eine gehörlose Lehrerin keinen Musikunterricht. Vieles ist mit mehr Flexibilität leicht zu lösen, beispielsweise durch einen Stundentausch. Oder statt der Gangaufsicht kann ein Lehrer mit einer Behinderung vielleicht andere Aufgaben für das Team übernehmen. Jedenfalls sollte es möglich sein, dass im Teamunterricht ein Lehrer oder eine Lehrerin eine Behinderung hat. Es ist nicht einzusehen, dass sich das Unterrichtsministerium mit unglaublich hohen Ausgleichszahlungen von der Beschäftigung behinderter LehrerInnen freikauft.