Da wollte doch Opa Hans wie eine junge Gazelle leichtfüßig über den Bach springen. Das Ziel war das andere Ufer, wo ihn mit seiner Kamera eine bessere Perspektive lockte. So hüpfte Opa Hans von einem Bachstein zum nächsten. Plötzlich rutschte er aber an einem moosbewachsenen Stein aus, taumelte, fand keinen Halt und fiel rücklings in den eiskalten Bach, der über ihn hinweg sprudelte. Da war Opa Hans wirklich arm dran. Wieder am Ufer zählte er triefendnass seine Knochen. Alles war noch da. Nichts war passiert. Auch nicht der Kamera, die er wohl trotz des Schocks mit den ausgestreckten Armen weit über der Wasseroberfläche hielt. Sie funktionierte jedenfalls nachher tadellos. Opa Hans war eine Woche lang stark verkühlt. So weit eine kleine Sommergeschichte aus dem Urlaubsland Kärnten.

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