Wann beginnt das Leben? Spätabtreibungen bei Verdacht auf eine Behinderung sind über die Fristenregelung hinaus bis zur Geburt möglich. Diese unterschiedliche Bewertung von Leben stellt eine Diskriminierung dar.

Die Fristenregelung ist für mich heute politisch nicht mehr in Frage zu stellen. Aber Abtreibungen danach, speziell nach der 22. Lebenswoche bei Verdacht auf eine Behinderung, sind unerträglich. Das Kind ist außerhalb des Mutterleibes bereits überlebensfähig und wird daher vor der Abtreibung vom Arzt durch eine Kaliumchlorid-Spritze ins Herz getötet.

Diese Vorgangsweise der Ärzte, sowie die gesetzliche Ausnahmeregelung zur Fristenregelung, muss geändert werden!

In der Sendung „Orientierung“ wird die Frage gestellt, wann das Leben aus der Sicht der verschiedenen Religionen beginnt. Es gibt unterschiedliche Sichtweisen. Einig sind sich die Religionen jedoch, dass diese Form der Spätabtreibungen nach Ende der Fristenregelung nicht legitimiert ist:

Orientierung, 19.01.2014

40 Jahre nach der Fristenregelung gibt es noch immer nicht die Rahmenbedingungen, die der damalige Bundeskanzler Kreisky versprochen hat. Vor allem fehlt es an Statistiken, – die es nicht einmal über Spätabtreibungen gibt. Verbessert müsste vor allem auch die Schwangerschaftsberatung werden. Bei Verdacht auf eine Behinderung brauchen die werdenden Eltern mehr Unterstützung. Nicht nur die defizitorientierte Sichtweise der Ärzte ist wichtig, sondern auch Perspektiven, wie man mit einer Behinderung leben kann.