Im Sommer ist Leichtigkeit, Freude und Lebensmut gefragt. Warum komme ich da mit einer Sommerserie zum Thema „Sterben in Würde“? Zum einen möchte ich darauf hinweisen, dass das Parlament im Herbst im Rahmen einer Enquetekommission mehrere öffentliche Veranstaltungen plant, bei denen PolitikerInnen mit ExpertInnen über das schwierige Thema diskutieren. Es wird drei öffentliche Veranstaltungen geben, eine breite Einbindung der Bevölkerung ist geplant. Schon bis 15. September kann man Ansichten, Meinungen und Anliegen per Mail an das Parlament schicken. Zum anderen gehört meiner Meinung nach auch der Tod zum Leben. Auch wenn es mir selbst schwer fällt mich damit auseinander zusetzten, ist es wichtig. Es geht um ein Leben bis zuletzt, ohne Schmerzen, mit Lebensperspektiven und soziale Kontakten. Wie können wir das sichern? Als Anregung möchte ich dazu in 12 Teilen über den August hinweg meine persönlichen Erfahrungen, Meinungen und politischen Forderungen vorstellen und zur Beteiligung einladen. Informieren Sie sich und nutzen Sie die Chance!

 

Sterbehilfefälle in Belgien oder den Niederlanden haben auch in Österreich die Diskussion über aktive Sterbehilfe entfacht. Bei uns ist das Ende des Lebens leider ein Tabuthema. Aber es geht uns alle an, wie wir unsere letzten Tage verbringen.Am 2. Juli 2014 wurde im Parlament die Enquete-Kommission zum Thema „Würde am Ende des Lebens“ konstituiert. Abgeordnete und ExpertInnen werden sich in öffentlichen Sitzungen zu den Themenkreisen Hospiz- und Palliativversorgung, Patientenverfügung, sowie zur Frage, ob das Verbot der Tötung auf Verlangen verfassungsrechtlich abgesichert werden soll oder nicht, beraten.

Um die Diskussion auf eine möglichst breite Basis zu stellen, sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, ihre Anliegen auch via Mail bis 15. September 2014 an das Parlament zu richten: wuerdevoll.leben@parlament.gv.at