Bei einer Talkshow wurde Judit gefragt, wie das Leben mit den vielen persönlichen Assistentinnen ist, ob sie nicht eifersüchtig ist?

Judit antwortete: „ Der Gegenteil ist der Fall. Die Assistentinnen unterstützen uns, sind die Teil der Familie“.

Wenn eine neue Assistentin bei uns beginnt, gibt es immer eine Gewöhnungsphase, des gegenseitigen Kennen- und Schätzenlernens. Besonders für unsere Kinder sind die Assistentinnen Freunde, mit jeder Assistentin haben sie andere Spiele.

 

Wie sehr mir eine Assistentin fehlt wird mir dann deutlich wenn sie nicht da ist. Bei einem Nachdienst- Judit war nicht da-, schlief die Assistentin zwar im Nebenraum, hatte aber vergessen, die Schiebetür zu meinem Schlafzimmer zu öffnen. Ich erwachte in der Nacht und musste katheterisieren. Ich schnalzte mit der Zunge, das Erkennungszeichen, dass ich Hilfe brauche. Rufen geht nicht, da die Atemkanüle in der Nacht verschlossen ist. Ich schnalzte aber niemand kam. Ich schnalzte lauter aber niemand hörte mich. Ich schnalzte und schnalzte und wurde panisch. Begann zu Schwitzen, „was wenn jetzt die Atemkanüle verstopft“, dachte ich. Während ich schnalzte was sehr zunehmend anstrengend war, versuchte ich die hochsteigende Panik in mir zu unterdrücken. Ich fühlte mich alleine und hilflos. Dem Schicksal ausgeliefert. Aber das Schicksal meinte es gut mit mir, denn irgendwann erwachte die Assistentin und kam zu mir. Aufatmen!

 

Ich ärgerte mich über mich selbst, wie konnte ich nur daran zweifeln, dass ich von guten Mächten wohlgeborgen bin. Aber Glaube und Zweifel liegen oft eng beieinander.

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