Am Karfreitag kam Judit mit Elias vom Einkaufen nach Hause. Katharina und ich waren unterwegs. Judit räumte während Judit den Einkaufskorb ausräumte, bemerkte sie plötzlich eine sonderbare Stille in der Wohnung. Sehr ungewöhnlich für den sonst so lebhaften Elias. Sie rief seinen Namen, bekam aber keine Antwort. So durchsuchte sie Raum für Raum nach ihm, aber er blieb wie vom Erdboden verschluckt. Die Wohnungstüre war geschlossen, ebenso die Gartentüre. Er war mit ihr in die Wohnung gekommen und hinaus konnte er wohl nicht. Oder doch?

Judit ging in den Hausflur und rief nach Elias. Da kam vom Keller die leise Antwort: „Mama! Mama!“. Tatsächlich hatte Elias die Wohnungstüre wieder aufgemacht und hinter sich zugezogen. Was gar nicht so einfach ist, aber sicherstellte, dass Mama ihn nicht gleich entdeckte. Dann hat er sich den Lift geholt, ist eingestiegen und hat den für ihn erreichbaren Knopf „K“ gedrückt. Elias liebt Liftfahren. Was blieb ist das Herzklopfen und dass wir auf unseren unternehmungslustigen Elias aufpassen müssen. Er kann eben jeden Tag mehr. Und noch eine Lehre, die wir gezogen haben: Wenn Elias futsch ist, empfiehlt es sich dringend im Lift nach zu sehen.

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