Bei diesem Bericht stellt es einem alle Haare auf! Statt einer Operation würde wohl eher eine Therapie helfen!?

«Body Integrity Identity Disorder», kurz BIID, ist eine Körperidentitäts-Störung. Die Betroffenen, meist Männer mit guter Ausbildung, haben einen zwingenden Wunsch: Sie wollen etwa gelähmt, beinamputiert oder blind sein. Der «Doppelpunkt» geht dem Phänomen nach und spricht mit Betroffenen.

 

Nelson, Betroffener

«Seit meiner Kindheit will ich gelähmt sein. Eigentlich hätte es die Kinderlähmung sein sollen, doch die kriegt man entweder als Kind oder gar nicht. Der Entscheid, das linke Bein zu amputieren, hat auch praktische Gründe: So kann ich weiterhin problemlos meinen Automaten fahren.»

Der 50-jährige Nelson ist verheiratet, Vater eines Sohnes und arbeitet auf einer deutschen Bundesbehörde. Er leidet nicht mehr unter BIID, denn er hat sich seinen Wunsch erfüllt: Er hat sich vor vier Jahren das linke Bein amputieren lassen. Nicht, indem er sich zum Beispiel unter die Strassenbahn gelegt oder ins Bein geschossen hätte, wie dies andere Betroffene tun. Er hat viel Geld bezahlt, um im Ausland einen Unfall vorzutäuschen und sich einer Operation zu unterziehen. Jetzt ist er glücklich.

 

Link zum BIID Dachverband