Es war ein spannender Film. „24 Wochen“ handelt von einer werdenden Mutter, die im Zwiespalt steht, ihr Kind mit Downsyndrom zur Welt zu bringen. Ich sah den Film spät abends im Votiv Kino. Der Kinosaal befand sich tief unten im Keller, zum Glück gab es einen Treppenlift.

 

Doch als ich nach dem Film und der Podiumsdiskussion wieder mit dem Treppenlift hinauffahren wollte, funktionierte er nicht. Die Sicherungen und die Technik wurden überprüft. Alles einwandfrei. Es lag an mir. Ich war plötzlich zu schwer geworden und bereute es, die vielen Popcorn gegessen zu haben. 🙂 Ich stellte mich schon darauf ein, die Nacht im Kinosaal zu verbringen, da boten mir einige Kinobesucher an, mich hinaufzutragen. Üblicherweise lehne ich so etwas ab. Doch in dieser Situation freute mich das Angebot doch sehr!

 

Ich wurde aus dem Rollstuhl gehoben und siehe da, mein Elektrorollstuhl konnte ohne mich mit de Treppenlift hinauffahren. Und ich und mein Beatmungsgerät schwebten, getragen von vielen Händen über die Treppe hinauf. Dabei musste ich Lächeln, über die Hilfsbereitschaft der Menschen und die Leichtigkeit des Seins.

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