Leben bis zuletzt Teil 11: Forderungen und Anliegen

Fast eineinhalb Millionen Menschen in diesem Land sind heute bereits über 65 Jahre alt. Knapp 80.000 Menschen sterben jedes Jahr.   Eine Euthanasie-Gesetzgebung in Österreich ist abzulehnen. Jegliche Euthanasie-Verfahren entwickeln eine Eigendynamik, aus der behinderte Menschen nur mehr schwer aussteigen können. Ärzten muss die Aufgabe der Lebenserhaltung vorbehalten werden. Ihnen ein Entscheidungsrecht über Leben und …

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Leben bis zuletzt Teil 10: Tötung ist keine Antwort auf Leid und Verzweiflung von Menschen

Das belgische Parlament hat vor kurzem die Aufhebung der Altersgrenze für aktive Sterbehilfe bei Minderjährigen, also für die Tötung von Kindern, beschlossen. Das ist der vorläufige Endpunkt des Systems Sterbehilfe, das 2002 in Belgien nur für schwere Ausnahmefälle eingeführt worden ist. An den Beispielen Niederlande und Belgien lässt sich erahnen, welche Auswüchse einer Legalisierung der …

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Leben bis zuletzt Teil 9: Die Wirtschaftsinteressen des Vereins Dignitas

Wie sieht jetzt das Angebot des Vereins Dignitas aus, das vor allem in Deutschland zu einem regen Sterbetourismus führt? Dignitas bietet nicht nur behinderten und schwerkranken Menschen sondern auch lebensmüden Menschen an, sie in den „Freitod zu begleiten“. Gratis sind die Aktivitäten des Lebenshilfevereins freilich nicht. Die Sterbehilfe durch den Verein Dignitas kostet „all inclusive …

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Leben bis zuletzt Teil 8: Die Kosten- und Nutzenrechnung von Leben und Tod

Bei der Podiumsdiskussion brachte Minelli plötzlich eine erschreckende Kosten-Nutzen-Rechnung in die Diskussion ein. Es sei doch wirtschaftlicher und billiger, die Menschen auf ihren Wunsch hin zu töten, als sie jahrelang palliativmedizinisch zu versorgen. Ein Rollstuhlfahrer im Publikum meinte daraufhin, dass ihn das an die NS-Zeit erinnere, wo ebenfalls eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufgestellt worden ist. Minelli wertete …

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Wenn ich nicht wäre, wie ich bin

In der ORF-Sendung Österreich-Bild wurde ich Anfang der 90er Jahre als junger Autor mit einer Behinderung vorgestellt. Zu sehen ist mein Lebensalltag als Student und mein Gedicht „Wenn ich nicht wäre, wie ich bin“. Hier der Link zum Youtube Video:   Wenn ich nicht wäre, wie ich bin

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Leben bis zuletzt Teil 7: Euthanasie in anderen Ländern und der Ruf nach Sterbehilfe in Österreich

Vor Kurzem nahm ich an einer Podiumsdiskussion teil, die mich erschreckte, traurig stimmte und innerlich verletzt hatte. Ich saß mit dem Gründer des schweizer Sterbehilfevereins, Ludwig Minelli am Podium. Er sieht Dignitas absurderweise als Lebenshilfeverein. Es ging in der Diskussion plötzlich nicht mehr um Menschen der terminalen Endphase, sondern um das Recht auf einen Giftcocktail …

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Leben bis zuletzt Teil 6: Janusz Switaj will sterben

2007, ich begann gerade mein zweites Leben mit einem Beatmungsgerät, las ich von Janus Switaj. Ein 32-jähriger beatmeter Pole, der um sein Recht sterben zu dürfen kämpfte. Das hat mich damals sehr bewegt, wie Sie wohl verstehen können. Ich diktierte meiner Assistentin ein Email an Switjai und fragte ihn: „Was müsste passieren, damit sie wieder …

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Leben bis zuletzt Teil 5: Zur Last fallen

„Ich will meinen Angehörigen nicht zur Last fallen“ ist das am häufigsten genannte Euthanasie-Argument. Auch ich fragte vor kurzem meine Frau beim Frühstück „Schätzle, falle ich dir zur Last?“ „Ab und zu bist du schon lästig“, lächelt sie, „aber ich bin froh, dass wir heute gemeinsam frühstücken können“.   Sterbehilfefälle in Belgien oder den Niederlanden …

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Leben bis zuletzt Teil 4: Der Beginn meiner Beatmung

Gestatten Sie mir, dass ich meine eigene Geschichte kurz darlege: Als mich die Ärzte im Krankenhaus Rosenhügel 2006 mit gelähmten Armen und Beinen und nach Luft ringend  sahen, nahmen sie meine Frau zur Seite und fragten sie: „Will der überhaupt noch leben?“ Meine Frau verstand die Frage nicht: „Natürlich will er leben, aber fragen sie …

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Leben bis zuletzt Teil 3: Pier-Giorgio Welby und ich

Ein weiteres Medienbeispiel, das mich persönlich sehr bewegt hat. Pier-Giorgio Welby und ich:   Er sitzt im Rollstuhl. Ich auch. Er wird beatmet. Ich hänge an einer surrenden und pfeifenden Beatmungsmaschine. Er ist fast blind. Ich habe starke Sehprobleme, erkenne nur schwer Gesichter und kann nicht mehr lesen. Er wird künstlich ernährt. Ich lebe von …

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