Beatmete Botschaften 12: Wenn es in der Schulbank piepst und pfeift

Inklusion ist wichtig und sie beginnt im Kindergarten und in der Schule. Das gilt natürlich auch für Kinder, die auf ein Beatmungsgerät angewiesen sind. In der Praxis gibt es da immer wieder Probleme und Fragestellungen: Wer darf die Atemkanüle absaugen? Wer kann die Kanüle wechseln? Wer trägt die Verantwortung? Braucht es diplomiertes Pflegepersonal? Können das …

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Beatmete Botschaften 11: Persönliche AssistentInnen dürfen auch die Atemkanüle. Die Regelungen im GuKG

Schon vor meiner Beatmung habe ich mit der Unterstützung von Persönlichen AsstistentInnen gelebt. Ich hatte vier AssistentInnen, die mich in der Früh anzogen, mich ins Büro brachten, dort wieder abholten, mir zu Essen gaben, Texte am Computer schrieben, mich für den Mittagsschlaf auf die Couch legten, katheterisierten und mit mir schwimmen gingen. Zu dem konnte …

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Beatmete Botschaften 8: Schwierige Fragen für Kinder 





Es ist nicht einfach für Kinder zu verstehen, wenn ein Elternteil plötzlich behindert wird. Gerade Beatmung ist ein komplexer medizinischer Vorgang mit vielen Fachbegriffen. 

Wenn mich Kinder auf der Straße, im Parlament oder in der Schulklasse sehen, haben sie viele Fragen an mich. Die Maschine fasziniert und auch die vielen Schläuche und Geräusche. Ich habe …

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Beatmete Botschaften 7: Schwierige Zeiten für Kinder





Für Katharina, meine Tochter, ist es ganz selbstverständlich, dass ich im Rollstuhl sitze. Sie war 4 Jahre alt, als ich aufgrund einer Gesundheitskrise ins Krankenhaus musste. Für sie war es selbstverständlich, dass man aus dem Krankenhaus gesund entlassen wird. Aber ich benötigte danach eine Beatmungsmaschine. Es war eine schwierige Zeit für Katharina das zu verstehen. …

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Beatmete Botschaften 6: Zeit des Pfeifens

Während ich diese Zeilen schreibe, habe ich das „Pfeifproblem“ und meine Assistentin muss vor und nach jedem Satz Stäbchen an meiner Abdichtung positionieren, da ich nicht ganz dicht bin. Ich pfeife wie ein undichter Luftballon. Und das ist eine Geduldsfrage! Aber alles der Reihe nach. Zunächst ein Gedicht: Das Pfeifen



 Ich spreche und ich pfeife.

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Beatmete Botschaften 5: Zeit des Schweigens





In der Nacht bin ich immer gecufft. Gut für mein Beatmungsgerät, schlecht für die Kommunikation. Aber meine Frau, meine Tochter Katharina und die Assistentinnen können inzwischen schon an meinen Lippen ablesen, was ich will. Zumindest jene Dinge, die ich oft sage, können gut erraten werden 🙂 Schwieriger ist es für längere Geschichten. Das funktioniert mitunter …

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Beatmete Botschaften 4: Sie sind doch beatmet, warum können Sie sprechen?





Vor kurzem war ich im Fahrtendienst unterwegs. Der Fahrer fixierte meinen Rollstuhl im Auto und meinte dann: „Herr Huainigg, was ich Sie schon immer fragen wollte: Sie sind doch beatmet, warum können Sie reden?“. Er führt öfters beatmete Menschen, die nicht reden können. Ich sagte ihm: „Man kann reden, auch mit einem Beatmungsgerät, man muss …

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Beatmete Botschaften 3: Zeit des Sprechens





Die Stimme 



Mit dem Atemgerät neu geboren.

 Ich krächze meine Stimme suchend.

 Viel Schleim, danach ein leises „A“. 

Räuspern, schlucken, würgen, gurgeln.

 Ich im Beatmungstango.

 Erste Worte, erste Sätze, eine neue Stimme.

 Reden im Takt der Beatmungsmaschine.



 Im Tracheostoma (Schnitt im Hals) steckt eine Atemkanüle, die man „zucuffen“ kann. Das heißt am Ende der Atemkanüle …

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